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Damit Ihre Kinder auch morgen unbeschwert lachen und bestens zubeißen können…….


Antworten zu den häufig gestellten Fragen zur Zahngesundheit

Liebe Eltern – rundum gesund im Mund – noch nie waren die Chancen dafür so gut. Dank intensiver Forschungen weiß man heute recht genau, was den Zähnen gut tut und wie sich vor allem Fluoride auf ihre Gesundheit auswirken. Ihnen selbst und Ihren Kindern eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, Karies gar nicht erst entstehen zu lassen.

Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass die vorbeugenden Maßnahmen schon im Babyalter beginnen und in der gesamten Kindheit und auch später konsequent weitergeführt werden.

Wie Sie die Zahngesundheit Ihres Kindes beeinflussen können und ihm damit in der Zukunft Leid und Kosten ersparen, darüber informiert Sie dieser Elternbrief. Auf viele in der Praxis immer wieder gestellte Fragen versuchen wir Ihnen eine Antwort zu geben. Damit Ihr Kind auch morgen unbeschwert lachen und bestens zubeißen kann.

Wie oft ist bei Kindern Zähneputzen notwendig?
Damit sich Kinder von klein auf an das tägliche „Handwerkszeug“ Zahnbürste gewöhnen, geben sie diese frühzeitig zur Hand. Nach dem zweiten Geburtstag sollten Sie ihr Kind motivieren, sich die Zähne zweimal am Tag – ganz wichtig abends vor dem Schlafengehen – putzen.

Welche Zahnbürste ist die richtige für mein Kind?

Für Kinder gibt es spezielle, altersgemäße Zahnbürsten. Sie müssen gut in der Hand liegen und einen kurzen, rutschfesten Griff haben. Der Bürstenkopf sollte schmal, die Borsten weich, abgerundet und aus Kunststoff sein. Alle zwei Monate sollten Sie die Bürste erneuern. Spätestens jedoch, wenn sich die Borsten auseinander biegen oder nach einer Infektionskrankheit.

Welche Zahnpasta ist für Kinder am besten geeignet?
Bis zum sechsten Lebensjahr empfehlen Zahnärzte Kinderzahnpasta mit einem Fluoridgehalt von bis zu 500 ppm (ca. 0,05%). Geben Sie auf die Zahnbürste eine erbsengroße Menge. Um ihr Kind nicht zum Verschlucken zu verleiten, wählen Sie eine neutral schmeckende Zahnpasta ohne Fruchtgeschmack. Ab dem Schulalter ist Erwachsenenzahnpasta zu empfehlen.

Wie lernen Kinder das Zähneputzen?

Das beste Vorbild beim Zähneputzen sind Sie selbst. Gehen Sie also mit gutem Beispiel voran, putzen Sie regelmäßig und zu festen Zeiten und vermitteln Sie dem Kind das Gefühl, dass Zähneputzen Spaß macht.

Was bedeutet die AKI-Technik?
Sie ist ganz einfach und sorgt dafür, dass kein Zahn zu kurz kommt. Erst die Außenflächen bürsten, dann die Kauflächen, anschließend die Innenflächen. Spielerisch macht es dem Kind noch mehr Spaß: Bei „A“ faucht der Tiger mit zusammengebissenen Zähnen und malt Kreise auf die Außenflächen, bei „K“ darf das Krokodil sein Maul ganz weit aufreißen. Bei „I“ gähnt die Giraffe lauthals und fegt die Krümel von den Innenseiten.

Mein  Kind streikt regelrecht beim Zähneputzen. Was kann ich tun?
Solche Phasen kommen bei allen Kindern vor und sind normal. Auf keinen Fall sollten Sie Ihr Kind jetzt zwingen. Betreiben Sie Ursachenforschung. Vielleicht ist Ihr Kind abends einfach schon zu müde? Dann verlegen Sie die Zahnputzaktion auf früher. Lassen Sie es dabei sitzen oder lenken Sie Ihr Kind mit Erzählen ab.

Was sind Fluoride?
Unter dem Begriff „Fluoride“ versteht man Spurenelemente, die sich in den Zahnschmelz einlagern und ihn widerstandsfähiger gegen den Säureangriff machen. Zusätzlich zu Zahnpasta können Fluoridgelee oder fluoridhaltige Mundspülungen einmal wöchentlich angewendet werden. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit fluoridiertes Kochsalz zu verwenden oder die Fluorideinnahme in Tablettenform in den ersten zwei Lebensjahren. In der üblichen Nahrung steckt nur wenig Fluorid. Lediglich einige Mineralwässer, Schwarzer oder Grüner Tee, Meeresfische und Vollkornerzeugnisse enthalten geringe Mengen an Fluorid, die jedoch nicht ausreicht für eine wirksame Kariesvorbeugung.

Können mein Kind oder auch ich zu viel Fluorid aufnehmen?
Bei normalem Verzehr ist mit fluoridiertem Speisesalz keine überhöhte Fluoridaufnahme möglich. Im Gegenteil: es wird damit nur etwa die Hälfte der für einen optimalen Kariesschutz empfohlenen Zufuhrmenge aufgenommen. Deshalb sollten die Zähne zusätzlich mit fluoridierter Zahnpasta geputzt werden.

Was ist bei Milchzähnen besonders zu beachten?
Die Einstellung „Auf die Milchzähne kommt es nicht so an – später kommen ja die Neuen“ ist grundfalsch. Jetzt wird die Basis für die bleibenden Zähne gelegt. Verliert das Kind durch Karies Milchzähne, führt das später zu Engständen oder Verlagerunge.

Ab wann sollte das Kind zum Zahnarzt gehen?
Der erste Besuch beim Zahnarzt sollte ab dem zweiten Lebensjahr eingeplant werden. Erkundigen sollte man sich aber vorher beim Zahnarzt, ob er darauf eingestellt ist und dies als sinnvoll erachtet.

Wie kann ich mein Kind auf seinen ersten Zahnarztbesuch vorbereiten?
Wichtig ist, dass Ihr Kind eine positive, angstfreie Einstellung dazu bekommt. Eigenes Unbehagen sollten Sie auf jeden Fall für sich behalten. Gute Bilderbücher zum Thema vermitteln Ihrem Kind einen ersten Eindruck. Rollenspiele erweisen sich ebenfalls als hilfreich.

Wie trägt die Gruppenprophylaxe zur Zahngesundheit bei?
In Kindergärten und Schulen bis zum 12. Lebensjahr wird Gruppenprophylaxe durchgeführt. Dafür stehen speziell ausgebildete Fachkräfte der Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege zur Verfügung. Ziel dieser Maßnahmen sind in erster Linie die Vermittlung von Informationen und Anleitungen zur regelmäßigen und richtigen Zahnpflege, zur zahngesunden Ernährung und zu Fluoridierungsmaßnahmen.

Quellen:

Dt. Arbeitskreis für Zahnheilkunde / Informationsstelle für Prophylaxe; GKV;
Arbeitsgemeinschaft Jugendzahnpflege im Stadt- und Landkreis Karlsruhe;